Liebeserklärung an den Jazz und Flamenco

Eröffnungskonzert mit Jorge Pardo und Cristian de Moret: Encrucijada / Kreuzung

In Kooperation mit dem Jazzclub Regensburg e. V.
Donnerstag 23. April / 20:00 Uhr / Einlass 19:30
Kartenvorverkauf: www.okticket.de 

Jorge Pardo und Cristian de Moret stehen für eine mitreißende Fusion beider Musikstile, denn die Zusammenarbeit eines etablierten Künstlers wie Jorge Pardo mit einem so kreativen jungen Musiker wie Cristian de Moret eröffnen eine gänzlich neue, ja bahnbrechende Fusion aus Jazz, Flamenco und elektronischer Musik.

Jorge Pardo (Madrid, 1956) wurde am Königlichen Konservatorium für Musik in Madrid ausgebildet und fühlte sich von Anfang an zur spanischen Jazz-Szene hingezogen, in der er sich bald einen Namen machte. In den 70er Jahren begleitete er Flamenco-Legenden wie Paco de Lucía und Camarón de la Isla auf Welttourneen und bei zahlreichen Plattenaufnahmen. Er stand
mit internationalen Jazzgrößen wie Lou Benett, Tete Montoliú, Al Di Meola, Tino Di Geraldo, Gil Goldstein, Path Metheny auf der Bühne und ist seit 2004 festes Mitglied der Touchstone Tour mit Chick Korea. Er ist ein Pionier der Jazz-Fusion und eine weltweite Referenz im Flamenco-Jazz.

Auszeichnungen: Preis für den besten europäischen Jazzmusiker (Académie du Jazz française, 2013); Nationaler Preis für zeitgenössische Musik (Ministerium für Bildung und Kultur, 2015); Grammy Award für das Album Antidote mit Chick Corea (2019).

Cristian de Moret (Huelva, 1988) gehört zu den bekanntesten neuen Musiktalenten des Landes. Sein Konzert für RTVE in Los Conciertos de Radio 3 ist ein Meisterwerk. Nach Abschluss seines Studiums der klassischen Klaviermusik sammelte er Erfahrungen bei großen Flamenco-Künstlern wie José de la Tomasa, Paco Toronjo, Arcángel, la Niña de Huelva usw. Anschließend studierte
er Flamenco in Córdoba und widmete sich der Jazz-Fusion.

Sein erstes Soloalbum Supernova, laut El País eines der 50 besten Alben des Jahres 2021, überrascht durch die Mischung aus amerikanischer Musik (Soul, Jazz, Blues, Funk oder Rock) und Flamenco-Gesang. Auf seinem zweiten Album Caballo rojo verbinden sich seine Wurzeln mit so unterschiedlichen Einflüssen wie Daft Punk, Queen of The Stone Age, Radiohead oder The Weekend.

Er hat mit dem Ballet Flamenco de Andalucía zusammengearbeitet und unter anderem Persönlichkeiten wie Antonio Canales, Rubén Olmo, Pastora Galván, Patricia Guerrero, Manuel de La Luz, Carmen, Rosario la Tremendita, Rocío Molina, Andrés Marín, Farruquito oder Jorge Pardo begleitet.

Liebeserklärung an den Film - den Musikfilm

24. 25. und 26. April in der filmgalerie im Leeren Beutel

Oft verhält es sich so, dass populäre Musikgenres in einer Randgruppe oder Subkultur heranreifen, bevor sie beim breiten Publikum Erfolg und Anerkennung finden. Im kreativen Prozess verschaffen sich benachteiligte Gesellschaftsgruppen vor allem in Zeiten sozialer, kultureller und politischer Umbrüche Ausdruck. So entstanden aus der Marginalisierung durch oppresive Systeme Stile wie Blues, Tango, Jazz, Flamenco, Fado, Folk, Rock, Punk, Rap, Trap und alle lateinamerikanischen Musikrichtungen.

Die soziale und kulturelle Etablierung dieser Musikstile geht immer einher mit Veränderungen, die zu einer größeren gesellschaftlichen Akzeptanz von Diversität führen, bis hin zu ihrer sozialen Integration in ein gemeinsames kulturelles und emotionales Erbe. Damit werden sie zum Katalysator für eine positive Entwicklung unserer Gesellschaft. In Zeiten der Desinformation und der Falschmeldungen ist diese Auswahl von Musikfilmen extrem wichtig, da sie zeigen, wie wertvoll Musik für den gesellschaftlichen Dialog ist.

In all diesen Filmen ist die Musik gleichzeitig ein Zufluchtsort und auch ein Manifest für Veränderungen, beispielsweise für die Rechte einer nicht heteronormativen Geschlechteridentität wie in Llueve sobre Babel. Dieser Film ist ein kraftvolles Plädoyer für die Überwindung moralischer Vorurteile gegenüber der LGBTQIA+ Gemeinschaft in Kolumbien. Und Te estoy amando locamente ist der Soundtrack des Kampfes für die Gleichberechtigung der LGBTQIA+-Community in Sevilla im Spanien der späten 70er Jahre.

Flores para Antonio und Un día Lobo López sind zwei filmische Porträts von bedeutenden Vertretern der Erneuerung des Flamencos. Sie zeigen jeweils auch, wie Musik als Antrieb für die Überwindung familiärer Dramen dient und zum Schmelztiegel wird für die Identität eines pluralistischen und offenen Spaniens.

Stay Homas, die Band, die es eigentlich gar nicht geben dürfte, ist ein Paradebeispiel dafür, dass Musik uns dabei unterstützt, soziale Isolation und sogar Katastrophen zu überstehen, wie in diesem Fall die COVIDPandemie, die die Erfolgsgeschichte dieser Band aus Barcelona möglich gemacht hat.

In einer Zeit, in der Nachrichten über Kriege auf der Tagesordnung stehen, lautet unser Motto: Alles, was wir jetzt brauchen, ist Liebe im weitesten Sinne: Make peace, not War. Voller Respekt vor dem Leben ertönt diese Musik, die uns zur Solidarität aufruft, uns tröstet und frei macht.

Liebeserklärung an die Natur

Die Ausstellungen in der Stadtbücherei und im DEZ sind zum einen eine Liebeserklärung an die Natur und ein Plädoyer, sorgsam mit der Natur umzugehen. 

Fotoausstellung Der Mensch auf tönernen Füßen - Flutkatastrophe in Valencia
Vernissage: Dienstag, 24. März 2026 / 19:30 Uhr
Ausstellungsdauer: 24.03.– 09.05.2026
Stadtbücherei Regensburg, Haidplatz 8

Die Ausstellung zeigt Fotografien der valencianischen Fotografen Susana Galbis und Xiqi Yuwang von der Unwetterkatastrophe
in Valencia, bei der 230 Menschen ums Leben kamen. Hinzu kommen die beträchtlichen materiellen Schäden, die so groß sind, dass sie als eine der schlimmsten hydrologischen Katastrophen in der Geschichte Spaniens gelten: Mehr als 120.000 Autos
und Tausende von Häusern sind betroffen, außerdem 48.722 Unternehmen, 51.000 Selbstständige, 355.000 Arbeitnehmer, 34.800 Betriebe, Einrichtungen, Lager und Büros sowie 63 Gewerbegebiete. Der geschätzte direkte Schaden an all diesen wirtschaftlichen Aktivitäten beläuft sich auf über 17 Milliarden Euro.

Die Ausstellung zeigt anschauliche Fragmente dieser menschlichen und materiellen Tragödie.

Susana Galbis ist eine aus Valencia stammende Fotografin, die in dem von der DANA-Katastrophe betroffenen Gebiet arbeitet
und dessen Entwicklung von Anfang an dokumentiert hat. Ihr persönliches Werk umfasst mehrere Disziplinen und kombiniert
Fotografie und Video, um ihre innere Vision auf poetische und surreale Weise einzufangen. Sie nutzt jedes Medium, um ihre Projekte ohne technische Einschränkungen zu verwirklichen.

Xiqi Yuwang ist ein spanischer Fotograf chinesischer Herkunft, der in Valencia lebt. Sein Werk war Gegenstand mehrerer Ausstellungen und Festivals, und seine fotografischen Arbeiten bieten eine Vision Chinas aus der chinesischen Kultur sowie aus der Perspektive des Westens heraus betrachtet. Die Fotografien in dieser Ausstellung sind ein Zeugnis dessen,
was durch die DANA verwüstet wurde.

Fotoausstellung Kantabrien im Kino 
Ausstellungsdauer: 17.04.– 25.04.2026 im Donau-Einkaufszentrum, Ebene 2 (Fläche vor Drogerie Müller)

Die Spanische Botschaft in Deutschland, die Spain Film Commission, die Regierung von Kantabrien, das Donau-Einkaufszentum und cinEScultura laden Sie zu einer fotografischen Tour zu Drehorten ein, die das vielfältige historische und künstlerische Erbe sowie die natürliche Umgebung Kantabriens zeigt. 

Kantabrien und das Kino sind seit jeher eng miteinander verbunden. Mehr als 100 Jahre sind vergangen, seit dieses Land zum ersten Mal in einem Film zu sehen war. Seitdem haben viele Regisseure Kantabrien gewählt, um ihre Geschichten zu erzählen: Mario Camus, Manuel Gutiérrez Aragón, Alejandro Amenábar, Daniel Sánchez Arévalo ... sie alle haben in Kantabrien einen
Ort gefunden, der in kurzer Entfernung alle Landschaften bietet, die man für einen Filmdreh braucht: Meer, Strände, Berge, üppige Wälder, grüne Wiesen, einzigartige Dörfer und Städte.

Diese von der Cantabria Film Commission produzierte Ausstellung lädt zu einer visuellen Reise durch einige der Landschaften ein, die bereits Teil der Filmgeschichte geworden sind. Es ist eine Ausstellung, die im Rahmen des jährlichen Empfangs, welcher das Spanische Filminstitut – ICAA und die Botschaft von Spanien aus Anlass der Internationalen Filmfestspiele Berlin – BERLINALE gemeinsam veranstaltet, der Filmbranche im 2023 eröffnet wurde, und die nun in Regensburg gezeigt wird.

Liebeserklärung an Regensburg

Eröffnungsfest Mittwoch, 22. April um 19:00 
Ostentorkino & Kinokneipe / Adolf-Schmetzer-Str. 5 / Eintritt frei! / Einlass 18:30

Nach den Grußworten gibt es ein Konzert des Duos Echoes in Blue mit Liedern von bekannten spanischen und lateinamerikanischen Filmen und eine stimmungsvolle Aftershow-Party in der Kinokneipe mit aktuellen spanischen und lateinamerikanischen Rhythmen.

Die in Guatemala geborene Sopranistin Daniela Yurrita war schon mit 14 Jahren mehrfache Medaillengewinnerin beim
WCOPA-Wettbewerb in Los Angeles (u.a. Goldmedaille in der Kategorie Oper). Sie nahm an Festivals und Meisterkursen wie dem Savannah Voice Festival, The V.O.I.C.Experience und IVAI teil, unter anderem in Russland, den USA, Deutschland, Österreich und Spanien. Januar 2023 sang sie in der renommierte Carnegie Hall in New York City Sie ist von der guatemaltekischen Regierung zur Kulturbotschafterin Guatemalas im Ausland ernannt worden.

Lorenz Blattert ist ehemaliges Mitglied des Thomanerchors Leipzig und der Regensburger Domspatzen und als Pianist, Sänger und Arrangeur deutschlandweit aktiv. Er wurde mehrfach ausgezeichnet – u.a. mit dem OPUS KLASSIK 2018 und beim Deutschen Chorwettbewerb 2023 mit seiner Vocal Boy Band „Free Vocals“. Als künstlerischer Leiter brachte er zuletzt die Missa in dubio von Thomas Emmerig zur Uraufführung.

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Festivalkatalog

Weitere Informationen

www.cinescultura.de 

www.danielayurrita.com 

www.jazzclub-regensburg.de 
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Bildnachweis: Festivalplakat cinEScultura 2026

Das Plakat des diesjährigen Festivals ist eine bildliche Liebeserklärung an KUKUXUMUSU, eine spanische Designmarke, die uns seit vielen Jahren überaus wohlwollend begleitet und mit uns die Überzeugung teilt, dass Plakate Kunst sind und Botschaften und Werte vermitteln.